Maschinen- und Anlagenbau stellen sich auf schwächeres Wachstum ein



















Frankfurt am Main (ots) – PwC Global CEO Survey 2013: Nur knapp
jedes dritte Industrieunternehmen rechnet mit Umsatzzuwachs /
Unsichere Konjunkturaussichten und volatile Rohstoffpreise machen
Sorgen

Die Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau stellen sich
weltweit auf eine langsamere Gangart ein. Für das laufende Jahr
rechnen lediglich 31 Prozent der Bau- und Anlagenbauunternehmen fest
mit Umsatzsteigerungen, von den Top-Managern aus dem Maschinenbau
sogar nur 28 Prozent, wie aus Branchenauswertungen der „16. PwC
Global CEO Survey 2013“ der Wirtschaftsprüfungs- und
Beratungsgesellschaft PwC hervor geht. Damit sind die Führungskräfte
beider Industriebranchen weniger optimistisch als die befragten CEOs
insgesamt, von denen immerhin 36 Prozent „sehr zuversichtlich“ für
das Wachstum ihres Unternehmens sind.

Auch mittelfristig sind die Industrie-CEOs vergleichsweise
zurückhaltend: 46 Prozent aller befragten Manager sehen ihr
Unternehmen in den kommenden drei Jahren klar auf Wachstumskurs.
Lediglich 41 Prozent der Befragten aus dem Maschinenbau und nur 35
Prozent aus dem Anlagenbau teilen diesen Optimismus.

„Die skeptische Haltung der Vorstandschefs hat verschiedene
Ursachen: die unsichere Konjunkturentwicklung insgesamt, die
europäische Schuldenkrise und der Haushaltsstreit in den USA. Die
volatilen Energie- und Rohstoffpreise bereiten darüber hinaus vor
allem den Entscheidungsträgern aus dem Maschinenbau Kopfzerbrechen.
Manager aus dem Anlagenbau und der Bauwirtschaft sehen zusätzlich die
sinkenden Infrastrukturinvestitionen und die Stabilität der
Finanzmärkte als Hauptrisiken“, erläutert Martin Theben, Leiter des
PwC-Bereichs Industrielle Produktion.

Effizienzsteigerung hat Priorität

Angesichts der eher verhaltenen Wachstumsaussichten ist es wenig
verwunderlich, dass Effizienzsteigerungsprogramme sowohl bei den
Befragten aus dem Maschinenbau (46 Prozent) als auch aus dem
Anlagenbau (53 Prozent) zu den wichtigsten Investitionsfeldern der
kommenden Monate zählen. In beiden Branchen haben bereits vier von
fünf CEOs eine Kostensenkungsinitiative innerhalb der letzten zwölf
Monate implementiert.

Die Branchen weisen deutliche Unterschiede bei den
Auslandsstrategien auf. Überdurchschnittlich viele CEOs aus dem
Anlagenbau und der Bauwirtschaft fokussieren sich auf den
Heimatmarkt. In der Baubranche ist dies besonders auffällig: hier
setzen doppelt so viele Unternehmenslenker auf den heimischen wie auf
den ausländischen Markt. Maschinenbauer sehen hingegen nach wie vor
große Potentiale im Ausland. China ist für jeden dritten
Maschinenbauer der wichtigste Schlüsselmarkt. „Der chinesische Hunger
ist nach wie vor sehr groß. Chinesische Maschinenbauer sind aber auch
zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz geworden. Der
Werkzeugmaschinenbau ist ein gutes Beispiel dafür. Die Unternehmen
müssen daher verstärkt vor Ort den chinesischen Wettbewerber und die
technologischen Entwicklungen beobachten und ihre Marktanteile
sichern. Die Sicherung des Zuganges zu Rohstoffen spielt für viele
eine weitere wichtige Rolle in den strategischen Überlegungen“,
erklärt Martin Theben.

Am „16. PwC Global CEO Survey 2013“ beteiligten sich weltweit
1.330 Top-Manager, darunter 173 aus dem Maschinenbau sowie 100 aus
der Bau- bzw. Anlagenbaubranche.

Originaltext:         PwC PriceWaterhouseCoopers
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