Wohneigentum prägt Folge-Generation / Fast 80 Prozent der Wohneigentumserwerber sind selbst in eigenen vier Wänden groß geworden – „Rückkehr“ findet relativ spät statt: im Schnitt mit 40 Jahren



















Auch viele Mieter-Kinder erwerben später Eigentum

Nicht nur die Immobilie ist bekanntlich vererbbar, sondern
offenbar auch die positive Einstellung zum Hauskauf. Aktuelle Zahlen
von TNS Infratest* zeigen nach Angaben von LBS Research, dass mehr
als drei Viertel der Familien, die in den letzten Jahren in ein
Eigenheim oder eine selbstgenutzte Eigentumswohnung gezogen sind, als
junge Menschen selbst in eigenen vier Wänden groß geworden waren;
überwiegend gilt dies sogar für beide Elternteile. Aber fast ein
Viertel der Erwerber hat auch eine eindeutige Mieter-Vergangenheit
(vgl. Grafik).

Für die LBS-Experten bestätigt sich damit aus zwei Gründen, dass
auch in Deutschland die vorhandenen Wünsche der Menschen für einen
Anstieg der Wohneigentumsquote sprechen. Zum einen ist nämlich aus
anderen Statistiken und Umfragen bekannt, dass zwei von drei Kindern
hierzulande schon in eigenen vier Wänden (der Eltern) aufwachsen. Und
die traditionell besonders hohe Wohnzufriedenheit in meist
familiengerechtem Wohneigentum schlägt sich auch bei der Jugend von
heute in hohen Zustimmungswerten für den späteren Wohneigentumserwerb
nieder: So haben sich in einer LBS-Umfrage aus dem Jahr 2011 die
Menschen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren zu 77 Prozent für
späteres Wohneigentum ausgesprochen, nur 9 Prozent für die Miete.

Wie LBS Research zugleich hervorhebt, entscheiden sich auch recht
viele Menschen mit „Miet-Historie“ für die eigenen vier Wände.
Plausibel erscheint dies nicht zuletzt angesichts der Ergebnisse aus
früheren Umfragen, wonach die Mehrheit der bisherigen Mieter nicht
aus Überzeugung, sondern im Wesentlichen mangels geeigneter Angebote
noch nicht über eigene vier Wände verfügt.

Die Infratest-Zahlen zeigen allerdings auch, dass die „Rückkehr“
zu den gewohnten Wohnverhältnissen im Eigentum in Deutschland viel
länger dauert als in manchen anderen Ländern. Im Schnitt sind
Wohneigentumserwerber hierzulande nämlich beim ersten Kauf schon 40
Jahre alt. Auch die spätere Immobilien-Erbschaft hilft dabei nicht,
betont LBS Research. Denn nach den verfügbaren Daten kommen diese
Erben im Schnitt noch fünf Jahre später, nämlich erst mit 45 Jahren,
in den Genuss eigener vier Wände.

Nach Auffassung der LBS-Experten muss deshalb auch in Zukunft
etwas dafür getan werden, um gerade jungen Familien den Weg zum
Wohneigentum rechtzeitig zu erleichtern: am besten vor Ort durch
konkrete bezahlbare Häuser bzw. Grundstücke in familiengerechter
Umgebung. Vermögens- wie familienpolitisch ist es entscheidend,
breiten Schichten der Bevölkerung möglichst früh Anreize und
Möglichkeiten zu bieten, mit eigenen vier Wänden die Basis für ein
familiengerechtes Umfeld und zugleich Sicherheit fürs Alter zu
schaffen.

Originaltext:         Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS)
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