Zum Auftakt in der Tarifrunde 2018 in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie und Kampagnenstart des vbm – vbm appelliert an IG Metall: „Nicht überdrehen – Jetzt Zukunft sichern“



















München (ots) –

Der vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V. appelliert einen Tag vor der ersten Tarifrunde in der bayerischen M+E Industrie an die IG Metall: „Nicht überdrehen – Jetzt Zukunft sichern“. Der Claim der bayerischen Arbeitgeber steht für mehr Flexibilität und moderate Lohnerhöhungen. Beides steht im absoluten Gegensatz zu den Forderungen der IG Metall. vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die Forderungen sind in der Höhe unvernünftig und in den Strukturen realitätsfern. Das Gesamtpaket ist ein Sprengsatz für die Tarifbindung. Die IG Metall nimmt mit ihrem Forderungspaket Tarifflucht in Kauf, obwohl gerade sie Tarifbindung einfordert.“

Die IG Metall fordert 6,0 Prozent mehr Lohn sowie ein individuellen Anspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden in der Woche mit Rückkehrrecht in Vollzeit bei teilweisem Teillohnausgleich. Bestimmte Beschäftigtengruppen sollen darüber hinaus einen fixen Entgeltzuschuss erhalten. „Die Verknüpfung einer Arbeitszeitreduzierung mit einem teilweisen Teillohnausgleich wirkt wie eine Anreizprämie. Der Nettoverlust in den unteren Entgeltgruppen beträgt lediglich 30 bis 70 Euro monatlich – für einen Tag frei in der Woche. Diese Forderung verschärft den Fachkräftemangel, schafft eine Zwei-Klassen-Gesellschaft in den Betrieben und hat als zwingenden Nebeneffekt Teilzeitstellen auf Zeit mit einem sehr geringen Stundenumfang – die die IG Metall prekär nennt. Das gilt es unter allen Umständen zu verhindern“, erklärt Brossardt.

Seit 2012 summieren sich die Kostenbelastungen durch die vergangenen vier Tarifrunden auf 19,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum ist die Produktivität nur um 1,6 Prozent gestiegen. Die für die internationale Wettbewerbsfähigkeit ausschlaggebenden Lohnstückkosten legten demnach um 17,7 Prozent zu. „Wir haben bereits mit die höchsten Arbeitskosten der Welt. Das ist völlig überzogen und gefährdet die Zukunft unseres Standorts und seiner Arbeitsplätze“, betont Brossardt.

Kontakt: Tobias Kochta, Tel. 089-551 78-399, E-Mail: tobias.kochta@ibw-bayern.de

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